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Was kostet ein Dachdecker?

Dacharbeiten werden nach Dachfläche abgerechnet, nicht nach Grundfläche des Hauses. Gerüst, Entsorgung und die Dachneigung beeinflussen den Preis oft stärker als das Deckmaterial.

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Richtwerte

Die Werte gelten für Steildächer im Bestand inklusive Lattung, ohne Gerüst und ohne Dämmung.

  • Neueindeckung Ziegel oder Beton: 90–160 € / m²
  • Zusätzlich Vollsparrendämmung: 60–130 € / m²
  • Alte Eindeckung abtragen und entsorgen: 20–45 € / m²
  • Gerüst pro m² Gerüstfläche und Monat: 8–18 €
  • Dachrinne tauschen: 45–90 € / Laufmeter
  • Einzelne Ziegel oder Sturmschaden: 250–800 € pro Einsatz

Was den Preis treibt

Dachneigung, Anzahl der Gauben, Kamine und Anschlüsse bestimmen die Arbeitszeit. Jeder Anschluss ist eine Detailarbeit und damit teurer als freie Fläche. Auch der Kranstellplatz und die Zufahrt spielen mit.

Bei alten Dächern zeigt sich der Zustand von Sparren und Schalung erst nach dem Abtragen. Ein Angebot sollte einen Umgang mit solchen Befunden benennen, statt sie offenzulassen.

Reparatur oder Neueindeckung

Einzelne undichte Stellen lohnen die Reparatur, solange Lattung und Unterspannbahn intakt sind. Ist die Bahn brüchig, ist die Neueindeckung meist wirtschaftlicher — jede Reparatur wäre sonst nur vorübergehend.

Photovoltaik und Fenstertausch werden sinnvollerweise mit der Dachsanierung geplant, weil das Gerüst dann schon steht.

Häufige Fragen

Braucht man immer ein Gerüst?
Für Arbeiten auf der Fläche ja, aus Sicherheitsgründen. Kleine Reparaturen an der Traufe sind teils über Hebebühne möglich.
Wer zahlt einen Sturmschaden?
Häufig die Gebäudeversicherung. Dokumentieren Sie den Schaden mit Fotos und lassen Sie die Notsicherung getrennt vom Wiederaufbau ausweisen.
Wann ist die beste Jahreszeit?
Frühling bis Frühherbst. Betriebe planen Dachprojekte oft Monate im Voraus — fragen Sie früh an.

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