BAUDS News · Bauen & Sanieren
Bau und Handwerk: Befragte Betriebe erwarten höhere Preise
In einer Daibau-Umfrage unter 104 Bau- und Renovierungsanbietern berichten 69,2 Prozent von Preiserhöhungen im Jahr 2026. Rund drei Viertel erwarten weitere Steigerungen in den kommenden zwölf Monaten.
Von Oliver Schober · Meldung vom · Veröffentlicht · Aktualisiert · 2 Min. Lesezeit

Höhere Preise bei stabiler Nachfrage
Die Kostenentwicklung bleibt für Bau- und Renovierungsarbeiten ein wichtiges Planungsthema. Laut einer am 13. Oktober 2026 über OTS veröffentlichten Mitteilung zur Daibau-Anbieterumfrage haben 69,2 Prozent der 104 befragten Unternehmen ihre Preise im laufenden Jahr erhöht. Die Anpassungen lagen dabei meist bei höchstens zehn Prozent.
Auch für die kommenden zwölf Monate rechnen viele Teilnehmer mit weiteren Preissteigerungen: Der Anteil beträgt 76,9 Prozent. Das ist eine Erwartung der befragten Anbieter – keine bereits feststehende Preisentwicklung für einzelne Bauvorhaben.
Material und Energie als Kostentreiber
Als Hauptgründe für die Preisanpassungen nennt die Mitteilung höhere Materialkosten mit 72,1 Prozent und höhere Energiekosten mit 64,4 Prozent. Gleichzeitig zeigen die Antworten zur Nachfrage bislang keinen allgemeinen Rückgang innerhalb der befragten Gruppe:
- **48 Prozent** melden eine gestiegene Nachfrage.
- **36 Prozent** berichten von einem unveränderten Niveau.
- **76,9 Prozent** erwarten weitere Preissteigerungen innerhalb eines Jahres.
Die Ergebnisse zeichnen damit das Bild einer Anbietergruppe, die trotz höherer Kosten weiterhin auf Nachfrage trifft. Daraus lässt sich allerdings weder die Auslastung jedes österreichischen Handwerksbetriebs noch die Preisentwicklung eines bestimmten Gewerks ableiten.
Was bedeutet das in der Praxis?
Für Auftraggeber ist die Befragung vor allem ein Anlass, die Kostenplanung frühzeitig zu konkretisieren. Für Betriebe rückt eine nachvollziehbare Darstellung ihrer Kalkulation in den Vordergrund. Aus den Ergebnissen lassen sich folgende Planungsempfehlungen ableiten:
- **Angebote vergleichbar machen:** Leistungsumfang und enthaltene Materialien sollten beim Preisvergleich gemeinsam betrachtet werden.
- **Zeitpunkt klären:** Bei längerfristig geplanten Arbeiten empfiehlt sich die Nachfrage, für welchen Ausführungszeitraum ein Angebot kalkuliert ist.
- **Änderungen erläutern:** Betriebe können Preisanpassungen transparent anhand der betroffenen Kostenpositionen erklären.
Aussagekraft richtig einordnen
Grundlage dieses Beitrags sind die im Suchtreffer wiedergegebenen Angaben zur Daibau-Umfrage. Informationen zur Auswahl der 104 Teilnehmer oder zur Repräsentativität sind dort nicht enthalten. Die Zahlen sind deshalb als Stimmungsbild der Befragten zu lesen, nicht als allgemeiner Baupreisindex für Österreich.
Quellen
Eigener BAUDS-Beitrag auf Basis dieser Meldungen. Bild KI-generiert.
Passend dazu auf BAUDS
Passenden Fachbetrieb für dein Projekt suchen
Beschreibe dein Vorhaben – Fachbetriebe aus deiner Region können sich melden.
Fachbetrieb findenNeue Aufträge entdecken und BAUDS als Fachbetrieb nutzen
Profil anlegen, Einsatzgebiet festlegen, passende Anfragen sehen.
Aufträge entdeckenÄhnliche Artikel
Staatspreis: Sieben Bauprojekte für nachhaltiges Bauen nominiert
Sieben Projekte stehen auf der Nominierungsliste für den Österreichischen Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit. Die Auswahl rückt Bestandsentwicklung, Materialwiederverwendung und Energieeffizienz in den Fokus.
Sanierungsoffensive 2027: 500 Millionen Euro angekündigt
Die Bundesregierung hat für die Sanierungsoffensive 2027 insgesamt 500 Millionen Euro angekündigt. Neue Anträge für den Heizkesseltausch sollen bereits ab 2. November 2026 wieder möglich sein.
Sanierungsförderung: 500 Millionen Euro ab Jänner 2027
Ab Jänner 2027 soll es wieder staatliche Förderungen für thermische Sanierungen und den Heizungstausch geben. Insgesamt stehen dafür laut Bericht 500 Millionen Euro bereit.
