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Baustrategie gefordert: Sanierung und Wohnbau im Fokus
Die Gewerkschaft BAU-HOLZ unterstützt den Vorschlag einer eigenen Baustrategie für Österreich. Im Mittelpunkt stehen thermische Sanierungen, leistbarer Wohnraum und eine klimafitte Verkehrsinfrastruktur.
Von Oliver Schober · Meldung vom · Veröffentlicht · Aktualisiert · 2 Min. Lesezeit

Eine eigene Strategie für die Bauwirtschaft
Nach der Industriestrategie soll Österreich auch eine eigene Baustrategie erhalten: Diesen Vorschlag von WIFO-Chef Gabriel Felbermayr unterstützt die Gewerkschaft BAU-HOLZ (GBH). Der Branchenbericht von a3BAU vom 7. Oktober 2026 beschreibt dazu drei Schwerpunkte: thermische Sanierung, bedarfsorientierter und leistbarer Wohnbau sowie Investitionen in eine moderne, klimafitte Verkehrsinfrastruktur.
Im Zentrum steht dabei die Frage, wie vorhandene Mittel und europäische Budgetmöglichkeiten für Bauinvestitionen genutzt werden können. Es handelt sich um Forderungen zur Ausgestaltung einer Strategie, nicht um die Ankündigung einer bereits beschlossenen neuen Förderung.
Sanierung als Investitionsschwerpunkt
Dem Bericht zufolge ermöglicht die EU-Kommission den Mitgliedstaaten über die Budget-Ausnahmeklausel zusätzlichen Spielraum für Investitionen in die Energiesicherheit. Dazu wird auch die thermische Sanierung gezählt.
Das Momentum Institut beziffert den möglichen Spielraum für Österreich auf rund 3,4 Milliarden Euro. Die im Bericht genannten Berechnungen zeigen folgendes Potenzial:
- Rund 1.600 Kindergärten und 1.300 Schulen könnten thermisch saniert werden.
- Damit wären rund 4 Milliarden Euro Wertschöpfung verbunden.
- Etwa 35.000 Arbeitsplätze könnten neu entstehen oder abgesichert werden.
- Der CO₂-Ausstoß könnte um rund 300.000 Tonnen sinken. Das entspricht laut Bericht 5,1 Prozent der Emissionen des Gebäudesektors.
Diese Zahlen beschreiben mögliche Wirkungen einer entsprechenden Investition, keine bereits erreichten Ergebnisse.
Was bedeutet das in der Praxis?
Für Bau- und Handwerksbetriebe benennt der Vorstoß insbesondere die thermische Sanierung öffentlicher Bildungsgebäude als mögliches Tätigkeitsfeld. Konkrete Ausschreibungen, Förderanträge oder Umsetzungstermine nennt der Bericht jedoch nicht.
Für Auftraggeber im Wohnbau ist die Forderung nach einer gezielten Verwendung der Wohnbauförderung relevant: Die Mittel sollen nach Position der GBH tatsächlich dem Wohnbau zugutekommen. Zugleich verlangt die Gewerkschaft, dass thermische Sanierungen keine höheren Mieten nach sich ziehen.
Damit verbindet der Vorschlag Beschäftigung, Energieeinsparung und Klimaschutz mit dem Anspruch auf leistbares Wohnen. Ob und wie diese Forderungen umgesetzt werden, bleibt im vorliegenden Bericht offen.
Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.
Quellen
Eigener BAUDS-Beitrag auf Basis dieser Meldungen. Bild KI-generiert.
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