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Berufsschule Aspern: CO₂-reduzierter Beton im Großeinsatz
Bei der neuen Zentralberufsschule in der Seestadt Aspern kommt überwiegend klinkerreduzierter Zement zum Einsatz. Die beteiligten Bauunternehmen beziffern die CO₂-Einsparung beim Beton auf rund 5.000 Tonnen gegenüber einem definierten Referenzbeton.
Von Oliver Schober · Meldung vom · Veröffentlicht · Aktualisiert · 2 Min. Lesezeit

Weniger Klinker bei großen Betonmengen
Die neue Zentralberufsschule in der Wiener Seestadt Aspern liefert ein konkretes Anwendungsbeispiel für CO₂-reduzierten Beton im Hochbau. Laut dem vorliegenden Wohnnet-Suchtreffer sind für das Projekt rund 38.000 Kubikmeter Ortbeton vorgesehen. Überwiegend wird dafür der klinkerreduzierte Zement CEM II/C verwendet. Bis Ende Juli 2026 waren bereits rund 36.000 Kubikmeter Beton eingebaut.
Die beteiligten Bauunternehmen PORR und Apleona geben die dadurch erzielte Einsparung gegenüber einem definierten Referenzbeton mit rund 5.000 Tonnen CO₂ an. Das entspricht nach ihren Angaben einer Reduktion um 58 Prozent. Wichtig für die Einordnung: Diese Werte betreffen den eingesetzten Beton und dürfen nicht mit einer entsprechend verbesserten Klimabilanz des gesamten Schulgebäudes gleichgesetzt werden.
Verarbeitung möglich, Preisfrage offen
Der Ansatz setzt beim Klinkeranteil des Zements an. Nach Angaben von Beton Dialog Österreich enthält CEM-II/C-Zement rund 50 bis 64 Prozent Klinker. Ein geringerer Klinkeranteil reduziert den CO₂-Fußabdruck des Zements.
PORR zufolge konnte der Beton nach Anpassungen der Rezeptur ebenso zuverlässig verarbeitet werden wie herkömmlicher Beton. Das Projekt zeigt damit einen praktischen Einsatz dieser Materialwahl bei einem großen Bauvorhaben – nicht nur unter Versuchsbedingungen.
Offen bleibt die genaue Kostendifferenz. PORR-Chef Karl-Heinz Strauss berichtete bei einer Presseführung von Mehrkosten, bezifferte diese jedoch nicht. Eine konkrete Aussage zur Wirtschaftlichkeit lässt sich daraus nicht ableiten.
Was bedeutet das in der Praxis?
Für Auftraggeber und ausführende Betriebe sind vor allem drei Punkte relevant:
- **Vergleichsgrundlage beachten:** Die genannte CO₂-Reduktion gilt gegenüber einem definierten Referenzbeton, nicht pauschal gegenüber jedem anderen Beton.
- **Verarbeitung differenziert betrachten:** Die positive Erfahrung von PORR schließt Anpassungen der Rezeptur ausdrücklich ein.
- **Kosten gesondert klären:** Der Treffer nennt keine Höhe der Mehrkosten und bietet damit keine belastbare Grundlage für einen Preisvergleich.
Auch die geplante Gebäudetechnik ergänzt den Ansatz: Rund 140 Erdwärmesonden sollen Energie für Heizung und Kühlung liefern. Vorgesehen sind außerdem Wärmerückgewinnung, baulicher Sonnenschutz und Photovoltaik. Die berichtete CO₂-Einsparung beim Beton bleibt davon getrennt zu betrachten.
Quellen
Eigener BAUDS-Beitrag auf Basis dieser Meldungen. Bild KI-generiert.
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