BAUDS News · Bauen & Sanieren
Wohnbau: Baukosten im September um 5,7 Prozent gestiegen
Die Kosten im österreichischen Wohnhaus- und Siedlungsbau lagen im September 2026 laut vorläufigen Daten um 5,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das ist nicht mit einer gleich hohen Verteuerung von Angeboten für Auftraggeber gleichzusetzen.
Von Oliver Schober · Meldung vom · Veröffentlicht · Aktualisiert · 2 Min. Lesezeit

Wohnbaukosten über dem Vorjahresniveau
Bauen bleibt auf der Kostenseite unter Druck: Im September 2026 lagen die Baukosten im österreichischen Wohnhaus- und Siedlungsbau um **5,7 Prozent über dem Wert vom September 2025**. Gegenüber August 2026 betrug der Anstieg 0,3 Prozent. Das berichtet IndexBox unter Berufung auf vorläufige Daten von Statistik Austria.
Der Indexstand für den Wohnhaus- und Siedlungsbau erreichte damit 105,9 Punkte. Seit Jänner 2026 wird der Baukostenindex mit dem Basisjahr 2025 veröffentlicht, dessen Durchschnitt auf 100 Punkte gesetzt ist.
Die Entwicklung beschränkte sich nicht auf den Wohnbau: Laut dem Bericht lagen die Kosten auch im Straßenbau, Brückenbau und Siedlungswasserbau sowohl über dem jeweiligen Vorjahreswert als auch über dem Vormonat. Konkrete Steigerungsraten für diese Bereiche sind im vorliegenden Suchtreffer nicht ausgewiesen.
Was der Index tatsächlich misst
Der Baukostenindex bildet die monatliche Veränderung jener Kosten ab, die Bauunternehmen bei laufenden Projekten tragen. Dazu gehören:
- Material und Energie,
- Transport und Löhne,
- Kosten für den Einsatz von Maschinen.
**Baukosten sind jedoch nicht dasselbe wie Baupreise.** Die Preise, die Auftraggeber an Bauunternehmen zahlen, werden mit einem eigenen Baupreisindex erfasst. Dieser betrachtet die Entwicklung quartalsweise und berücksichtigt neben den Produktionskosten auch Veränderungen bei Produktivität und Gewinnmargen.
Was bedeutet das in der Praxis?
Für Auftraggeber liefert die September-Zahl einen Anhaltspunkt für die allgemeine Kostenentwicklung, aber keine direkte Prognose für ein bestimmtes Angebot. Aus dem Plus von 5,7 Prozent lässt sich daher nicht ableiten, dass jedes Bauvorhaben entsprechend teurer wird.
Für Handwerks- und Baubetriebe ist die Unterscheidung bei Kalkulationsgesprächen ebenso wichtig: Der Kostenindex beschreibt die Belastung auf der Beschaffungs- und Ausführungsseite, nicht automatisch einen erzielbaren Verkaufspreis.
Für die Einordnung von Angeboten empfiehlt es sich deshalb, Leistungsumfang, Preisstand und konkrete Kostenpositionen getrennt zu betrachten. Die veröffentlichten Werte sind zudem vorläufig.
*Quellenbasis: der bereitgestellte IndexBox-Suchtreffer vom 15. Oktober 2026 mit Bezug auf Statistik Austria.*
Quellen
Eigener BAUDS-Beitrag auf Basis dieser Meldungen. Bild KI-generiert.
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