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Bruck an der Mur: 54 Fassadenmodule in zwei Wochen montiert
Am DigiFab-Demonstrator in Bruck an der Mur wurden 54 vorgefertigte Fassadenmodule innerhalb von zwei Wochen montiert. Die Sanierung soll den Heizwärmebedarf des Wohngebäudes laut Planung um rund 60 Prozent senken.
Von Oliver Schober · Meldung vom · Veröffentlicht · Aktualisiert · 2 Min. Lesezeit

Vorgefertigte Gebäudehülle für bewohntes Wohnhaus
Ein Sanierungsprojekt in Bruck an der Mur verbindet industrielle Vorfertigung mit einer Gebäudehülle, die künftig auch Aufgaben im Heizsystem übernimmt. Wie aus dem Suchtreffer des Fachmediums Handwerk und Bau hervorgeht, wurden am österreichischen DigiFab-Demonstrator 54 vorgefertigte Fassadenmodule innerhalb von zwei Wochen montiert. Das bisher ungedämmte Wohngebäude hat vier Stockwerke; die Umsetzung erfolgt im bewohnten Mehrfamilienhaus.
Der erreichte Montageschritt ist ein konkretes Beispiel für serielle Sanierung im Bestand. Dabei geht es nicht allein um zusätzliche Dämmung: Die neue Fassade soll zugleich Bestandteil der künftigen Wärmeversorgung werden.
Heizwärmebedarf soll deutlich sinken
Für das Gebäude ist eine Verringerung des Heizwärmebedarfs um rund 60 Prozent vorgesehen. Der geplante Wert beträgt bei Referenzklima 33 kWh pro Quadratmeter und Jahr. Diese Angaben beschreiben das Planungsziel, nicht eine bereits nachgewiesene Einsparung im laufenden Betrieb.
Auch die bisherigen Nachtspeicheröfen in den Wohnungen werden ersetzt. Damit verbindet das Vorhaben die Verbesserung der Gebäudehülle mit einer Umstellung der Heiztechnik.
Das von der Europäischen Union kofinanzierte Forschungsprojekt DigiFab entwickelt dafür digitale Prozessketten. Besser miteinander verknüpft werden sollen:
- die digitale Erfassung des bestehenden Gebäudes,
- Planung und industrielle Fertigung,
- Montage der Bauteile,
- die spätere Optimierung des Gebäudebetriebs.
Ziel sind schnellere, besser planbare und ressourcenschonendere Sanierungen.
Was bedeutet das in der Praxis?
Für Auftraggeber zeigt das Projekt einen Ansatz, bei dem Fassadensanierung und Heizungsmodernisierung gemeinsam betrachtet werden. Die kurze Montagephase ist dabei ein bemerkenswerter Meilenstein. Sie darf jedoch nicht mit der gesamten Projektdauer einschließlich Bestandsaufnahme, Planung und Fertigung gleichgesetzt werden.
Für Handwerksbetriebe liegt der interessante Punkt im Zusammenspiel der Arbeitsschritte: Digitale Gebäudedaten, vorgefertigte Elemente und Montage werden innerhalb einer zusammenhängenden Prozesskette betrachtet. Der Demonstrator macht diesen Ansatz an einem bewohnten Bestandsgebäude konkret.
Über Kosten oder bereits gemessene Verbrauchswerte enthält der vorliegende Suchtreffer keine Angaben. Eine Aussage zur Wirtschaftlichkeit oder zur tatsächlich erreichten Energieeinsparung lässt sich daraus daher noch nicht ableiten.
Quellen
Eigener BAUDS-Beitrag auf Basis dieser Meldungen. Bild KI-generiert.
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