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Bauherr:innenpreis 2026: Sechs Projekte ausgezeichnet
Sechs österreichische Projekte erhalten den Bauherr:innenpreis 2026. Die Auswahl reicht von der Sanierung der Wiener Villa Beer bis zur Umgestaltung eines vollständig versiegelten Platzes in Innsbruck.
Von Oliver Schober · Meldung vom · Veröffentlicht · Aktualisiert · 2 Min. Lesezeit

Vom historischen Gebäude bis zum Stadtplatz
Sechs Projekte sind in Graz mit dem Bauherr:innenpreis 2026 ausgezeichnet worden. Wie aus dem veröffentlichten Nachrichtenauszug hervorgeht, gab es insgesamt 132 Einreichungen. Davon wurden 23 Projekte der Hauptjury für die Endrunde vorgeschlagen.
Die ausgezeichneten Bauvorhaben zeigen eine breite Palette an Aufgaben: Neben einer Kinderkrippe und einem Betriebsgebäude stehen die Weiterentwicklung bestehender Bauten und die Umgestaltung öffentlicher Räume im Mittelpunkt.
Ausgezeichnet wurden:
- die Kinderkrippe im steirischen Gabersdorf,
- die Wiedererrichtung eines ehemaligen Jesuitenrefektoriums durch die Universität Graz,
- die klimafitte Gestaltung des Alois-Lugger-Platzes im Olympischen Dorf Innsbruck,
- die Erweiterung der Innsbrucker Kulturbackstube,
- die Werkhalle und das Bürogebäude von Lehm Ton Erde Baukunst in Schlins,
- die Generalsanierung der Villa Beer in Wien.
Ein versiegelter Platz als besondere Bauaufgabe
Das Innsbrucker Projekt COOLYMP macht eine anspruchsvolle Ausgangslage sichtbar: Der Alois-Lugger-Platz umfasste 4.000 Quadratmeter vollständig versiegelte Fläche. Starke Hitzeentwicklung und ausgeprägte Föhneinwirkung kamen hinzu. Als größte Hürde nennt die im Nachrichtenauszug wiedergegebene Jurybewertung die vollständige Unterbauung durch eine Tiefgarage.
Die Jury würdigte die Umgestaltung nach dem Schwammstadt-Prinzip. Damit rückt ein Projekt in den Vordergrund, das sich nicht mit einem einzelnen Gebäude, sondern mit den Qualitäten eines bestehenden Stadtraums beschäftigt.
Auch zwei weitere Preisträger setzen beim Bestand an: Die Kulturbackstube wurde durch eine Aufstockung in Holzbauweise erweitert. Beim ehemaligen Jesuitenrefektorium am Grazer Rosenhain bildeten verbliebene Außenmauern, einzelne Gewölbe und weitere historische Bauteile den Ausgangspunkt der Revitalisierung.
Was bedeutet das in der Praxis?
Für Auftraggeber und Handwerksbetriebe bietet die Auswahl konkrete Referenzen für unterschiedliche Bauaufgaben: historische Substanz weiterentwickeln, zusätzliche Flächen durch Aufstockung schaffen oder einen belasteten Außenraum umgestalten.
Die Auszeichnung ist allerdings kein Nachweis dafür, dass sich diese Lösungen unverändert auf andere Standorte übertragen lassen. Gerade die Tiefgarage unter dem Innsbrucker Platz verdeutlicht, wie stark vorhandene Bauwerke die Aufgabenstellung prägen. Für eigene Vorhaben lohnt deshalb der Blick auf die jeweilige Ausgangslage – nicht nur auf das fertige Erscheinungsbild.
Quellen
Eigener BAUDS-Beitrag auf Basis dieser Meldungen. Bild KI-generiert.
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