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Gewerbe und Handwerk: Aufträge real um 4,4 Prozent gesunken

Österreichs Gewerbe und Handwerk verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 real weniger Aufträge beziehungsweise Umsätze. Auch für das Schlussquartal überwiegen die negativen Erwartungen – beim Auftragsbestand gibt es jedoch einen Lichtblick.

Von Oliver Schober · Meldung vom · Veröffentlicht · Aktualisiert · 2 Min. Lesezeit

Gewerbe und Handwerk: Aufträge real um 4,4 Prozent gesunken (KI-generiertes Bild)
AI

Weniger Geschäft trotz höherer Preise

Die wirtschaftliche Erholung lässt im österreichischen Gewerbe und Handwerk weiter auf sich warten. Laut dem vorliegenden Bericht von a3BAU gingen die Auftragseingänge beziehungsweise Umsätze im ersten Halbjahr 2026 nominell um 1,8 Prozent zurück. Weil die Verkaufspreise zugleich um 2,7 Prozent stiegen, ergibt sich laut KMU Forschung Austria ein reales Minus von 4,4 Prozent.

Die Ergebnisse der Konjunkturbeobachtung für das dritte Quartal wurden am 20. Oktober bei einem Pressegespräch in der Wirtschaftskammer Österreich vorgestellt. Spartenobmann Manfred Denk sieht das Gewerbe und Handwerk damit auf dem Weg zum siebten Jahr in Folge mit einem realen Rückgang. Gemeinsam mit Bundesinnungsmeister Robert Jägersberger forderte er gezielte Impulse für die Bauwirtschaft.

Zurückhaltender Ausblick auf das Jahresende

Auch die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage fällt überwiegend verhalten aus:

  • 20 Prozent der Betriebe beurteilen ihre Lage im dritten Quartal als gut.
  • 28 Prozent melden eine schlechte Geschäftslage.
  • Für das vierte Quartal erwarten 15 Prozent steigende Auftragseingänge oder Umsätze, während laut Bericht rund 20 Prozent üblich wären.
  • 25 Prozent rechnen mit Rückgängen, 60 Prozent mit einer unveränderten Entwicklung.

Einen positiven Gegenpunkt liefert der Auftragsbestand: In den investitionsgüternahen Branchen stieg er um 1,6 Prozent. Dieser Zuwachs steht allerdings neben weiterhin mehrheitlich unveränderten oder negativen Erwartungen für das Schlussquartal.

Was bedeutet das in der Praxis?

Für Handwerksbetriebe ist insbesondere die Unterscheidung zwischen nomineller und realer Entwicklung wichtig: Höhere Verkaufspreise sind hier kein Zeichen für mehr Geschäft. Die ausgewiesene reale Entwicklung berücksichtigt den Preisanstieg und fällt entsprechend schwächer aus.

Für Auftraggeber bietet die Erhebung eine Orientierung zur allgemeinen Marktlage, aber keine Aussage über die Auslastung eines einzelnen Unternehmens. Die Zahlen betreffen das Gewerbe und Handwerk insgesamt und dürfen nicht als gesonderte Bilanz der Baubranche gelesen werden. Ebenso lässt sich daraus keine pauschale Preisentwicklung für konkrete Bau- oder Sanierungsangebote ableiten.

Quellen

Eigener BAUDS-Beitrag auf Basis dieser Meldungen. Bild KI-generiert.

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