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Klinik Favoriten: Aus Baugrubenaushub werden zwei Millionen Ziegel
Tonhaltiger Aushub von der Wiener Klinik Favoriten wird für die Ziegelproduktion genutzt. Rund 13.300 Tonnen Material gingen an das Wienerberger-Werk in Hennersdorf – daraus entstanden rund zwei Millionen Wandziegel.
Von Oliver Schober · Meldung vom · Veröffentlicht · Aktualisiert · 2 Min. Lesezeit

Baugrube liefert Rohstoff für neue Baustoffe
Bei der Klinik Favoriten in Wien bekommt ein Teil des Erdaushubs eine neue Verwendung: Tonhaltiges Material aus der Baugrube wird zu Ziegeln verarbeitet. Nach dem vorliegenden Berichtsausschnitt des Wiener Bezirksblatts wurden bis Ende August 2026 insgesamt 14.275 Tonnen dieses Materials gewonnen und an zwei Ziegelhersteller geliefert.
Der konkrete Verwertungsweg zeigt, wie sich Aushub einer Großbaustelle als Rohstoff für die Baustoffproduktion nutzen lässt. Statt das Material zu deponieren, gelangt es in die Herstellung neuer Bauprodukte.
Zwei Ziegelwerke übernehmen das Material
PORR stellte im Auftrag des Wiener Gesundheitsverbundes auf rund 10.500 Quadratmetern die Baugrube für den Neubau der Zentralen Notaufnahme her. Zum Arbeitsumfang gehörten neben dem Aushub auch der Abbruch bestehender Pavillons, die Umverlegung und Neuverlegung von Einbauten sowie die Baugrubensicherung.
Das gewonnene tonhaltige Material wurde folgendermaßen verteilt:
- Rund **13.300 Tonnen** gingen an Wienerberger in Hennersdorf. Daraus entstanden laut Bericht rund **zwei Millionen Wandziegel**.
- Weitere **975 Tonnen** erhielt das Ziegelwerk Lizzi GmbH in Bad Erlach.
Die zwei Millionen Ziegel beziehen sich damit auf die Lieferung nach Hennersdorf, nicht auf die gesamte abgegebene Aushubmenge. Wie viele Ziegel aus dem Material für Bad Erlach hergestellt wurden, geht aus dem vorliegenden Ausschnitt nicht hervor.
Was bedeutet das in der Praxis?
Für Auftraggeber und ausführende Betriebe ist das Projekt ein konkreter Anlass, mögliche Verwertungswege für Aushub frühzeitig zu prüfen. Entscheidend ist dabei der Blick auf das tatsächlich vorhandene Material: In Favoriten handelt es sich ausdrücklich um tonhaltige Erde, nicht um beliebigen Baustellenaushub.
Für die Projektvorbereitung bieten sich folgende Fragen an:
- Welche Eigenschaften hat der erwartete Aushub?
- Gibt es Baustoffhersteller, die das Material übernehmen könnten?
- Wie lassen sich Aushubarbeiten und die Übergabe an einen Abnehmer aufeinander abstimmen?
Eine allgemeine Kosten- oder Klimabilanz lässt sich aus der Meldung nicht ableiten. Angaben zu Transportaufwand, Aufbereitung und finanziellen Einsparungen fehlen. Belegt ist jedoch ein konkreter Materialstrom zwischen einer Wiener Baustelle und zwei Ziegelwerken – mit einer bereits genannten Produktionsmenge statt einer bloßen Verwertungsabsicht.
Quellen
Eigener BAUDS-Beitrag auf Basis dieser Meldungen. Bild KI-generiert.
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