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Pamhagen testet Radweg-Asphalt mit Pflanzenkohle
In Pamhagen wird ein Straßenbelag mit Pflanzenkohle aus regionalen Reststoffen erprobt. Das Pilotprojekt soll zeigen, wie sich Kohlenstoff dauerhaft im Asphalt binden lässt.
Von Oliver Schober · Meldung vom · Veröffentlicht · Aktualisiert · 2 Min. Lesezeit

In Pamhagen im Burgenland wird ein neuer Ansatz für den Straßenbau praktisch erprobt: Am Ortsausgang Richtung Ungarn entsteht ein Radweg mit einem Asphalt, der Pflanzenkohle enthält. Laut dem vorliegenden Berichtsausschnitt der BVZ handelt es sich um den ersten Radweg dieser Art in Österreich. Der Einbau hat dem Bericht zufolge am Montag begonnen.
Regionale Reststoffe im Straßenbelag
Die Pflanzenkohle wird aus regionalen landwirtschaftlichen Reststoffen gewonnen, darunter etwa Schilf. Sie soll im Belag als dauerhafter Kohlenstoffspeicher dienen. Damit verbindet das Vorhaben die Entwicklung eines neuen Straßenbaumaterials mit der Verwertung regional verfügbarer Rohstoffe.
Die Rezepturen wurden im hauseigenen Labor von PORR in Parndorf entwickelt. Produktion, Mischung und Bau erfolgen laut Bericht vollständig im Burgenland; beteiligt ist das Asphalt-Mischwerk der PORR Bau GmbH in Pamhagen. Auf dem Radweg werden die entwickelten Mischungen abschnittsweise eingesetzt.
Klimawirkung ist das Entwicklungsziel
Das Projekt zielt auf einen klimafreundlichen Asphalt ab, der Kohlenstoff dauerhaft bindet. In einem weiteren Entwicklungsschritt soll der Belag außerdem wasserdurchlässig werden und damit der Bodenversiegelung entgegenwirken.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Ziel und belegtem Ergebnis: Der vorliegende Berichtsausschnitt nennt keine Messwerte zur CO₂-Bilanz. Auch die Wasserdurchlässigkeit ist als nächster Entwicklungsschritt beschrieben, nicht als bereits nachgewiesene Eigenschaft des jetzt eingebauten Belags.
Was bedeutet das in der Praxis?
Für Infrastrukturauftraggeber und Straßenbaubetriebe ist das Vorhaben vor allem als Materialerprobung interessant:
- **Neue Rohstoffnutzung:** Regionale Reststoffe werden als Bestandteil eines Straßenbelags eingesetzt.
- **Erprobung unter Baubedingungen:** Unterschiedliche Rezepturen kommen abschnittsweise auf einem Radweg zum Einsatz.
- **Weitere Anwendungen als Perspektive:** Im Bericht werden Gehwege, Ortsplätze, Landesstraßen und touristische Infrastruktur als mögliche künftige Einsatzfelder genannt.
Für konkrete Vergabe- oder Materialentscheidungen bleibt die Testphase entscheidend. Angaben zu Kosten, Langzeitverhalten oder einer breiten Verfügbarkeit enthält der vorliegende Ausschnitt nicht. Das Projekt ist damit ein konkreter Praxistest, aber noch kein Beleg für die allgemeine Einsatzreife des Materials.
Quellen
Eigener BAUDS-Beitrag auf Basis dieser Meldungen. Bild KI-generiert.
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