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TU-Wien-Forschung bringt Fenster mit neuer Öffnungsmechanik
Erst nach außen, dann zur Seite: Aus einem Forschungsprojekt unter Leitung der TU Wien ist ein markttaugliches Fenster entstanden. Das Prinzip ermöglicht laut Fachmedienbericht einen höheren Luftaustausch als ein gekipptes Fenster.
Von Oliver Schober · Meldung vom · Veröffentlicht · Aktualisiert · 2 Min. Lesezeit

Nach außen bewegen statt kippen
Ein Fenster muss sich nicht zwingend drehen oder kippen lassen: Aus einem Forschungsprojekt unter Leitung der TU Wien ist ein Öffnungsprinzip hervorgegangen, bei dem sich die gesamte Fensterfläche zunächst parallel nach außen bewegt und anschließend seitlich verschieben lässt. Wie „Handwerk und Bau“ berichtet, hat die Firma KDM-inno daraus eine kompakte Mechanik und das markttaugliche Fenster „Movista“ entwickelt.
Der Nachrichtenwert liegt dabei nicht allein im neuen Produkt, sondern im Transfer einer bauphysikalischen Forschungsidee in eine praktisch nutzbare Konstruktion. Wissenschaftlich und beratend begleitet wurde die Weiterentwicklung vom Forschungsbereich Bauphysik und regenerative Systeme der TU Wien gemeinsam mit der Holzforschung Austria.
Vier Konzepte aus einem Forschungsprojekt
Den Ausgangspunkt bildete das FFG-geförderte Projekt FIVA. Dabei entstanden vier unterschiedliche Fensterkonzepte, die mit Vakuumglas ausgestattet und zu funktionsfähigen Prototypen weiterentwickelt wurden. Eines dieser Konzepte setzte auf die nun umgesetzte Kombination aus paralleler Bewegung nach außen und seitlichem Verschieben.
Der vorliegende Bericht nennt folgende Eigenschaften:
- Unter vergleichbaren Bedingungen lässt sich in kurzer Zeit deutlich mehr Luft austauschen als über ein gekipptes Fenster. Je nach Anwendungsfall beginnt der genannte Vorteil bei einer Verdoppelung der Luftmenge.
- Die Bewegung nach außen kann elektronisch gesteuert werden.
- Der Öffnungsbereich reicht von einem schmalen Lüftungsspalt bis zu rund zehn Zentimetern.
Die Aussage zum Luftaustausch ist damit ausdrücklich an die jeweiligen Einsatzbedingungen gebunden – sie ist keine pauschale Leistungszusage für jede Einbausituation.
Was bedeutet das in der Praxis?
Für Auftraggeber, Fensterbaubetriebe und Planungsbüros eröffnet das Prinzip eine zusätzliche Option bei der Wahl von Öffnungsart und Lüftungsfunktion. Bei einer konkreten Anfrage lohnt es sich, insbesondere folgende Punkte zu klären:
- Welche Luftaustauschwerte sind für die vorgesehene Einbausituation belegt?
- Wie wird die elektronische Betätigung ausgeführt und bedient?
- Welche Anforderungen ergeben sich für Einbau und Wartung?
Zu Kosten, Montageaufwand und langfristigen Betriebserfahrungen enthält der vorliegende Suchtreffer keine Angaben. Eine wirtschaftliche Bewertung lässt sich daraus daher noch nicht ableiten.
Quellen
Eigener BAUDS-Beitrag auf Basis dieser Meldungen. Bild KI-generiert.
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