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S 31: Brückenüberbau bei Sieggraben fertig vorgeschoben
Beim Talübergang Sieggraben wurden die letzten Elemente im Taktschiebeverfahren eingefügt. Die Bauweise ermöglicht den Brückenbau über das Tal ohne unterstützende Traggerüste.
Von Oliver Schober · Meldung vom · Veröffentlicht · Aktualisiert · 2 Min. Lesezeit

Ein Brückenbau wandert über die Pfeiler
Beim Neubau der Talübergänge auf der S 31 Burgenland Schnellstraße ist ein wichtiger Arbeitsschritt erreicht: Laut dem vorliegenden BVZ-Bericht wurden beim Talübergang Sieggraben die letzten Elemente im sogenannten Taktschiebeverfahren eingefügt. Damit ist ein Meilenstein im Bauablauf erreicht – eine Verkehrsfreigabe nennt der Berichtsausschnitt allerdings nicht.
Die Arbeiten gehören zum Sicherheitsausbau der S 31 bis Weppersdorf. Für die Richtungsfahrbahn Oberpullendorf entstehen insgesamt vier neue Brücken. Ihre Dimensionen machen deutlich, warum die Wahl des Bauverfahrens hier besonders wichtig ist:
- Die Brücken erreichen Längen von bis zu 470 Metern.
- Die Pfeiler sind bis zu 56 Meter hoch.
- Die neuen Talübergänge liegen bei Sieggraben.
Fertigung hinter dem Widerlager
Beim Taktschiebeverfahren wird der Brückenüberbau nicht vollständig an seiner späteren Position hergestellt. Stattdessen entstehen einzelne Abschnitte hinter einem Widerlager in einer Fertigungsstätte, dem sogenannten Taktkeller. Anschließend wird der Überbau schrittweise über die Pfeiler vorgeschoben.
Den Vorschub übernehmen Hydraulikpressen. Spezielle Gleitlager auf den Pfeilern erleichtern die Bewegung. Das Verfahren wird insbesondere bei Spannbetonbrücken eingesetzt.
Der entscheidende Vorteil für Baustellen über tiefen Tälern: Unterstützende Traggerüstkonstruktionen sind dafür nicht erforderlich. Die Herstellung der Abschnitte und das Verschieben über die Pfeiler greifen dabei unmittelbar ineinander. Im Fall Sieggraben markiert das Einfügen der letzten Elemente den nun gemeldeten Baufortschritt.
Was bedeutet das in der Praxis?
Für Auftraggeber und ausführende Betriebe zeigt das Projekt einen konkreten Zusammenhang zwischen Gelände, Bauwerksdimensionen und Bauweise. Nicht allein das fertige Tragwerk zählt: Auch der Weg zu seiner Herstellung muss zur Baustelle passen.
Aus dem beschriebenen Verfahren ergeben sich drei zentrale Planungspunkte:
- **Fertigungsort:** Die abschnittsweise Herstellung findet hinter dem Widerlager statt.
- **Baulogistik:** Herstellung und hydraulischer Vorschub müssen aufeinander abgestimmt werden.
- **Hilfskonstruktionen:** Der Verzicht auf unterstützende Traggerüste ist gerade über tiefen Tälern ein wesentlicher Vorteil.
Konkrete Kosten- oder Zeitersparnisse lassen sich aus dem vorliegenden Berichtsausschnitt nicht ableiten. Belegt ist der erreichte Baufortschritt, nicht der Abschluss sämtlicher Arbeiten an den Talübergängen.
Quellen
Eigener BAUDS-Beitrag auf Basis dieser Quellen. Bild KI-generiert.
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