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Vorfertigung: Wiener Pilotprojekt soll Baukosten senken
In Wien-Donaustadt hat UBM ein Pilotprojekt mit der Elementbauweise von Porr Living gestartet. Ein Fachbericht beleuchtet serielle Bausysteme – und trennt Kostenziele von bisher belegten Ergebnissen.
Von Oliver Schober · Meldung vom · Veröffentlicht · Aktualisiert · 2 Min. Lesezeit

Mehr Fertigung, weniger Baustelle
Bauen um oder unter 2.000 Euro je Quadratmeter: Mit diesem Ziel beschäftigen sich große Baukonzerne laut einem Bericht von a3BAU. Der Ansatz dahinter sind serielle Systeme und Vorfertigung. Ein konkreter Erprobungsort liegt in Wien-Donaustadt: In der Viktor-Kaplan-Straße hat UBM ein Pilotprojekt in der Elementbauweise von Porr Living gestartet.
Porr arbeitet dem Bericht zufolge seit rund zwei Jahren an einem eigenen Bausystem. Das Wiener Vorhaben bringt diesen Ansatz in ein konkretes Projekt. Einen bereits nachgewiesenen Quadratmeterpreis für das Pilotprojekt nennt der bereitgestellte Suchauszug allerdings nicht.
Baukastensystem mit begrenzten Varianten
Als weiteren Ansatz stellt der Fachbericht das Strabag-System „Tetriqx“ vor. Es wurde im August 2025 präsentiert und sieht Varianten mit drei, dreieinhalb und sieben Geschoßen vor.
Die im Bericht genannten Eckpunkte:
- Drei Wohnungstypen umfassen rund 45, 67 und 90 Quadratmeter.
- Die Einheiten lassen sich übereinander und nebeneinander anordnen.
- Das System ist für Anlagen mit bis zu 25 Wohnungen ausgelegt.
- Strabag nennt eine Bauzeit ab zwölf Monaten und eine mögliche Verkürzung der Projektdurchlaufzeit um bis zu 40 Prozent.
Auch der genannte Baupreis ab 1.950 Euro je Quadratmeter ist eine Unternehmensangabe. Ein fertiggestelltes Tetriqx-Wohnhaus ist laut Bericht bislang nicht bekannt. Erste Projekte waren für 2026 angekündigt und befanden sich im Frühjahr nach Unternehmensangaben in Vorbereitung.
Was bedeutet das in der Praxis?
Für Auftraggeber ist vor allem die Unterscheidung zwischen Systemversprechen, Pilotprojekt und fertiggestelltem Referenzbau wichtig. Das Wiener Porr-Living-Projekt ist ein konkreter Einsatz der Elementbauweise; die genannten Tetriqx-Kosten und Zeitvorteile sind dagegen als Angaben des Anbieters einzuordnen.
Bei der Bewertung entsprechender Angebote empfiehlt sich daher, den Umfang des Quadratmeterpreises, die zugrunde gelegte Fläche und die tatsächlich verfügbaren Referenzen abzufragen. Der Suchauszug liefert dazu keine vollständige Kostenabgrenzung.
Für ausführende Betriebe ist die Schnittstelle zwischen Vorfertigung und Baustelle der zentrale Prüfpunkt: Welche Leistungen sieht das jeweilige System vor, und welche bleiben vor Ort zu erbringen? Ob die angestrebten Einsparungen erreicht werden, lässt sich aus den vorliegenden Angaben noch nicht abschließend beurteilen.
*Quellenbasis: der bereitgestellte Suchauszug des a3BAU-Beitrags vom 28. Oktober 2026.*
Quellen
Eigener BAUDS-Beitrag auf Basis dieser Quellen. Bild KI-generiert.
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